Forscher haben einen neuen Virus entdeckt , der weltweit etwa 5.000 intelligente Geräte infiziert hat, darunter 372 Geräte in Belgien. Bei den betroffenen Geräten handelt es sich hauptsächlich um Sicherheitskameras und Netzwerk-Videorekorder, die mit dem Internet verbunden sind.
Cyberkriminelle versuchen, diese Geräte zu übernehmen, indem sie sie aus der Ferne steuern. Zusammen bilden diese gehackten Geräte ein Botnet. Die Kriminellen nutzen diese Geräte, um - in diesem Fall gemeinsam - Websites von Telekommunikationsanbietern und Spieleplattformen anzugreifen und sie vorübergehend unzugänglich zu machen. Oft bemerken die Besitzer selbst nicht einmal, dass ihr Gerät infiziert ist und missbraucht wird.
Was ist das Internet der Dinge (IoT)?
Immer mehr Geräte in Ihrem Zuhause sind mit dem Internet verbunden: von intelligenten Türklingeln und Sicherheitskameras bis hin zu Thermostaten und Babyfonen. Wir nennen dies das Internet der Dinge (IoT). Diese intelligenten Geräte machen unser Leben einfacher, aber wenn sie nicht richtig gesichert sind, können sie leicht von Cyberkriminellen missbraucht werden.
Warum ist das gefährlich?
Viele Menschen lassen Standardpasswörter auf ihren Geräten oder vergessen, Updates durchzuführen. Das macht es für Hacker sehr einfach, einzudringen. Sobald ein Gerät infiziert ist, wird es oft Teil eines Botnets. Das ist ein Netzwerk aus infizierten Geräten, die alle gleichzeitig für Cyberangriffe genutzt werden können. Solche Angriffe können dazu führen, dass Websites und Online-Dienste abstürzen oder unzugänglich werden. Dies nennt man einen DDOS-Angriff.
Wie können Sie sich schützen?
Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihre intelligenten Geräte und Ihr Heimnetzwerk besser absichern:
Ersetzen Sie die Standardpasswörter Ihrer Geräteimmer durch sichere Passwörter.
Sichern Sie Ihr Heimnetzwerk, auch wenn Sie von zu Hause aus arbeiten. Vergewissern Sie sich, dass Sie ein sicheres Wi-Fi-Passwort haben und richten Sie, wenn möglich, ein separates Netzwerk für Ihre IoT-Geräte ein.
Führen Sie Updates durch, sobald Sie eine Benachrichtigung erhalten. Updates beheben oft Sicherheitsprobleme. Richten Sie, wenn möglich, automatische Updates ein.
Geben Sie Geräten nur Zugriff auf die Daten, die sie wirklich benötigen. Je weniger Zugriff, desto geringer der Schaden im Falle eines Hacks.