Für viele Belgier fällt es nach wie vor schwer, über Online-Betrug zu sprechen. Laut einer aktuellen Umfrage von Febelfin empfinden 64 % der Opfer Scham – eine Zahl, die deutlich höher liegt als bei anderen Straftaten wie Einbruchdiebstahl. Die Folge: Es wird kaum über die Erfahrungen gesprochen, was die Sensibilisierung einschränkt und Betrügern mehr Spielraum lässt.
Junge Menschen besonders betroffen
Die Studie zeigt ein Paradoxon bei den 16- bis 30-Jährigen auf: Sie unterschätzen das Betrugsrisiko häufiger und zögern gleichzeitig mehr, darüber zu sprechen. Diese Kombination macht sie besonders anfällig. Indem sie schweigen, tragen sie auch nicht dazu bei, ihr Umfeld zu warnen.
Das Schweigen brechen – ein entscheidender Hebel
Dennoch erkennt eine große Mehrheit der Belgier die Bedeutung des Erfahrungsaustauschs an. Zwischen 78 % und 84 % sind der Meinung, dass das Teilen von Erfahrungen oder das Melden von Betrugsfällen dazu beiträgt, sich gemeinsam besser zu schützen. Über Online-Betrug zu sprechen hilft, Betrugsmaschen schneller zu erkennen und fundiertere Entscheidungen im Internet zu treffen.
Eine von der Natur inspirierte Kampagne
Mit ihrer neuen Kampagne „Online-Betrug: Brechen Sie das Schweigen, teilen Sie Ihre Erfahrungen“ möchte Febelfin dieses Tabu brechen. Das Konzept ist von einem in der Natur bekannten Reflex inspiriert: Wenn ein Vogel eine Gefahr entdeckt, warnt er die anderen durch seine Rufe. Übertragen auf die digitale Welt lautet die Botschaft einfach: Erfahrungen zu teilen bedeutet, andere zu schützen.
Die Kampagne, die insbesondere in den sozialen Netzwerken und über öffentliche Bekanntmachungen verbreitet wird, ermutigt jeden, offen über Betrugsversuche oder -fälle zu sprechen. Je mehr Erfahrungsberichte zirkulieren, desto schwieriger wird es für Betrüger, neue Opfer zu finden.
Betrogen worden?
Weitere Informationen https://febelfin.be/en/press-room/fraude-veiligheid/online-fraud-raise-the-alarm-prevent-the-harm
