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Wie eine Google-Recherche zu einem leeren Bankkonto führen kann

Noch allzu oft lassen Menschen sich von Betrügern hereinlegen, die auf ihre Bankdaten aus sind. Inzwischen erkennen Sie vielleicht schon die typische Phishing-Nachricht in Ihrer Mailbox. Aber wussten Sie, dass auch eine unschuldige Google-Recherche schon zu einem geplünderten Bankkonto führen kann?

Miguel De Bruycker, Direktor des Zentrums für Cybersicherheit Belgien (ZCB) und Karel Van Eetvelt, CEO von Febelfin, erläutern, wie das möglich ist.

Miguel De Bruycker:

Betrüger suchen immer neue Methoden, um Menschen hinters Licht zu führen. Momentan machen sie Suchmaschinen auf Internet zu ihren treuen  Verbündeten. Wenn Sie auf Google einen bestimmten Kundendienst (Gmail, Yahoo, Kaspersky, Outlook ...) suchen, können Sie zu einer gefälschten Website gelotst werden. Auf dieser Website finden Sie eine Telefonnummer. Wenn Sie dort anrufen, werden Sie nicht mit einem zuverlässigen Mitarbeiter verbunden, sondern mit einem Betrüger. Auf den ersten Blick scheint dieser Ihnen zu helfen, aber Vorsicht: am Ende der Beratung verlangt er von Ihnen, eine Zahlung durchzuführen, und er übernimmt die Kontrolle über Ihren PC und plündert Ihr Konto.

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Karel Van Eetvelt:

Febelfin und das ZCB haben inzwischen die gefälschte Telefonnummer sperren lassen und die betreffenden Verweise auf den Suchmaschinen entfernen lassen. Aber morgen kann dort natürlich eine neue Nummer online stehen. Die Warnung lautet deshalb: seien Sie wachsam. Geben Sie Ihre Bankdaten niemals per E-Mail, SMS oder wie in diesem Fall per Telefon weiter. Überlassen Sie niemandem, den Sie nicht kennen, die Kontrolle über Ihren Computer. Und führen Sie auf keinen Fall Zahlungen durch, während jemand Ihren Computer übernommen hat.

 

OK, das wissen Sie jetzt, aber wie nehmen Sie dann stattdessen Kontakt mit dem echten Kundendienst einer Firma auf?

Verwenden Sie ruhig eine Suchmaschine. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie bei den Suchergebnissen auf ein Resultat klicken, das auf den echten Namen der Firma verweist. Auf klantenservicebelgie.be (was übrigens eine gefälschte Domäne ist) sind Sie also wegen der Telefonnummer von Google nicht an der richtigen Adresse. Sondern bei www.google.be.

Nachstehend ein paar Beispiele für gefälschte Websites:

gmail
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outlook
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yahoo
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