Weitere Informationen und Dienstleistungen der Regierung: www.belgium.be   Logo van de Belgische federale overheid

In nur einer Minute digital fit? Na klar!

Um die digitale Gesundheit ist es in Belgien nicht so gut bestellt. Dabei ist die Lösung einfacher als Sie denken. Sie können dabei sogar im Sessel sitzen bleiben!

Was sind wir stolz auf unsere Roten Teufel. Auch unsere anderen nationalen Mannschaften und Athleten feiern beachtliche Erfolge. Belgien ist sportlich auf der Höhe. Das wirkt motivierend: Sportvereine haben enormen Zulauf und mehr denn je wird über eine gesündere Lebensweise nachgedacht. Die digitale Gesundheit hingegen spielt bei uns kaum eine Rolle. Im Vergleich zu anderen Ländern liegen wir deshalb im Hintertreffen. Wäre digitale Fitness ein Sport, würden wir schon in der ersten Runde schmählich scheitern. Bemerkenswert, denn in keiner Disziplin kann man mit so wenig Aufwand so fit werden. Mit ein paar Mausklicks erlangen Sie eine digitale Topkondition, werden gewissermaßen wie ein Lukaku online.

Happyhappyland versus WannaCry

Ein merkwürdiges Phänomen: Regelmäßig informieren Zeitungen, Nachrichtenseiten und soziale Medien über Cyber-Gefahren. Dennoch hoppeln wir fröhlich naiv durch die digitale Welt, als wäre diese ein riesiges Happyhappyland voller Menschen und Algorithmen mit guten Absichten.

Ein Beispiel: 12. Mai 2017. Die Welt bekommt es mit WannaCry zu tun, einem Erpressungsvirus – auch Ransomware genannt –, das mit beispielloser Geschwindigkeit Computersysteme in 150 Ländern infiziert. Dateien auf mehr als 300.000 Geräten sind von einem Moment zum anderen nicht mehr zugänglich. Die Opfer stehen vor der Wahl: Entweder sie bezahlen, um ihre Daten zurückzuerhalten oder sie verlieren ihren kompletten Datenbestand. Dass das Virus derart heftig zuschlagen konnte, hat mit der laxen Einstellung der Computerbesitzer selbst zu tun. WannaCry nutzte einfach eine bekannte Sicherheitslücke in den IT-Systemen. Eine Sicherheitslücke, die einfach zu schließen gewesen wäre: durch rechtzeitige Updates.

Dass man damit besser nicht zu lange warten sollte, musste letzten Monat eine Schule in Roeselare feststellen: Ihr Netzwerk wurde über einen solchen Soft Spot im System gehackt und es wurde Lösegeld verlangt. Glücklicherweise konnte man den Schaden erheblich begrenzen, da die erforderlichen Back-ups gemacht worden waren, aber die 3.000 Schüler und 450 Angestellten stießen dennoch auf einige Probleme.

Einminütiges Training: Updates und Back-ups

Spielt bei der mangelhaften digitalen Gesundheit auch ein Mangel an digitalen Kenntnissen eine Rolle? Mit Sicherheit. Zahlreiche Menschen sind noch immer nicht mit der Technologie vertraut. „Im Moment funktioniert alles, also rühre ich besser nichts weiter an.“ Aber genau diese Denkweise müssen wir ändern. Denn wenn Sie sich heute nicht darum kümmern, funktioniert es morgen nicht mehr. Oder noch schlimmer. Und dann verlieren Sie Ihr Geld, Ihre Daten und Ihren Ruf.

Die Gesundheitsroutine ist total simpel. Regelmäßige Updates durchführen und rechtzeitig Back-ups machen – mit diesem Maßnahmen-Duo schützen Sie Ihre Daten. Sie müssen sich nicht einmal anstrengen. Gerade so als würde es ausreichen, Sportkleidung überzustreifen, um fit zu werden. Zu schön, um wahr zu sein? Überhaupt nicht. Digitale Gesundheit ist tatsächlich so einfach. Und es kommt noch besser: Machen Sie sich im Schlaf fit! Denn Back-ups und Updates können sogar automatisch laufen, wenn Sie Ihren Computer oder Ihr Smartphone entsprechend einstellen.

Alle gesund und spielbereit

100 % sicher ist nichts im Leben. Auch nicht in der digitalen Welt. Aber lassen Sie sich deshalb nicht davon abhalten, sie in vollen Zügen zu genießen. Seien Sie einfach aufmerksam! Mit ein paar Faustregeln kommen Sie bereits ein gutes Stück weiter. Oktober ist der Monat der Cybersicherheit. Ein guter Anlass, sich mit Ihrem Verhalten und mit Ihrem(n) Computer(n) zu befassen. Das kostet nicht viel Zeit, es gibt also überhaupt keinen Grund, es noch länger vor sich herzuschieben. Auf safeonweb.be können Sie testen, wie es um Ihre digitale Gesundheit bestellt ist. Und Sie erhalten sofort Tipps, wie Sie diese verbessern können.

Wenn wir alle Updates und Back-ups durchführen und ein paar einfache Sicherheitstipps befolgen, steigt unser nationaler digitaler Gesundheitsindex. Ein schneller, aber gründlicher Check im Oktober und wir stehen auf Anhieb ein Stück fitter und besser da. Im Nu ist unser Land weniger anfällig für die fiesen Tacklings von Cyberkriminellen. Und wir werden ebenso legendär wie unsere Teufel.

fitter
volledige breedte

Miguel De Bruycker, Direktor von CCB

Phédra Clouner, adjunktischer Director CCB